Was sind Futures und wie funktionieren diese?

Futures - Ein Überblick

1. Was sind Futures?

Die Kontraktform Future ist ursprünglich mit der Gründung des Chicago Board of Trade (CBoT) 1848 entstanden. Diese Börse erlaubte es Farmern, ihre noch nicht geernteten, landwirtschaftlichen Produkte zu einem vorher vereinbarten Preis zu verkaufen. Rechtlich gesehen ist ein Future eine für beide Kontraktparteien verbindliche Vereinbarung, eine bestimmte Menge eines Objektes (Underlying) an einem späteren Fälligkeitstag zu einem bei Vertragsabschluß festgelegten Preis zu liefern oder abzunehmen. Futures werden aufgrund ihrer standardisierten Vertragskonditionen an Börsen gehandelt. Sie sind im Gegensatz zu Forwards nicht mit einem Erfüllungsrisiko verbunden, da zwischen die Vertragsparteien eine Clearing-Stelle geschaltet wird, welche die Einhaltung des Kontraktes garantiert. Die Erfüllung der Kontrakte erfolgt in der Regel nicht durch Lieferung und Abnahme des Basiswerts, sondern durch Abschluß eines Gegengeschäfts vor Fälligkeit (Glattstellung). Quelle:wirtschaftslexikon24.com

Future - In Bezug auf Menge, Qualität und Liefertermin standardisierter Terminkontrakt. Eine Vertragspartei verpflichtet sich hierbei, eine definierte Menge zu einem festgesetzten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in festgelegter Qualität an einen bestimmten Ort zu liefern. Die andere Vertragspartei verpflichtet sich zur Abnahme.

  1. Beispiel: WTI Future, gehandelt an der NYMEX, ermöglicht Preisfindung des Marktes für ein Barrel Öl.

  2. Beispiel: FDAX (DAX Future), gehandelt an der EUREX, ermöglicht Investoren mit dem Kauf von Shortkontrakten, die Absicherung (sog. Hedge) ihres Portfolios (vor fallenden Kursen - DAX-Aktien verlieren Wert bei fallenen Aktienkurse, aber FDAX Short Kontrakt gewinnt an Wert)

Futures werden im Gegensatz zu CFD's an Börsen gehandelt und sind somit wesentlich transparenter und akkurater. Die Futureswerte sind die "echten" Kurswerte - sprich keine CFD Kurswerte, welche sich an den Futures orientieren. Futures sind meist für institutionelle oder private Trader mit einem großen Geldbeutel geeignet, da man für den Future Handel mindestens ein 6-stelliges Konto haben sollte. Die benötigten Margins für die Future Kontrakte sind wesentlich höher als bei CFD's und liegen oft im 5-stelligen Bereich.

Weltweit Handeln

2. Wie funktionieren Futures?

Futures funktionieren wie CFD's und unterscheiden sich hauptsächlich durch die benötige Margin. Die benötige Margin, die hinterlegt werden muss als Sicherheit, ist bei Futures höher als bei CFD's. CFD's ermöglichen meist den Handel von Bruchteilen eines Kontraktes, wobei es bei Futures nur ganze Kontrakte gibt. Des Weiteren werden beim Handel von Futures auch meist eine Overnight Margin fällig, d.h. man benötigt zusätzliches Kontoguthaben, falls man Positonen über Nacht halten möchte. Futures haben (im Gegensatz zu den meisten CFD's) keine Overnight-Gebühren und verlieren nur (über die Dauer Ihres Kontraktes) wenige Punkte.
Achtung: Future-Handel beinhaltet eine Nachschusspflicht.
Das heißt, Verluste die durch Gaps (Kurslücken - Beispiel Brexit-Referendum) über das Kontoguthaben hinaus entstehen, müssen durch weiteres Geld ausgeglichen werden. Nachschusspflicht ist seit der neusten Bafin-Entscheidung im Jahr 2017 für die CFD-Broker in Deutschland untersagt .

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